Joboption Berlin

 

Der Berliner Arbeitsmarkt hat einen vergleichsweise hohen Anteil an atypischen Beschäftigungsver-hältnissen: Minijobs, Midi-Jobs, unfreiwillige Teilzeit, befristete Arbeitsverhältnisse und Leiharbeit mit niedriger Entlohnung.  Eine Form der prekären atypischen Beschäftigung ist die geringfügige Beschäftigung. Der nur geringe Rückgang der geringfügigen Beschäftigung in Berlin seit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zeigt, dass diese Form der prekären Beschäftigung nach wie vor ein Problem darstellt. Die Quote derjenigen geringfügig Beschäftigten in Berlin, die ergänzend Leistungen nach SGB II erhalten, ist vergleichsweise hoch.

 

Berliner Betriebe und Unternehmen suchen mit steigendem Aufwand – auch in Branchen mit einem hohen Anteil an prekärer Beschäftigung – nach Arbeits- bzw. Fachkräften. Aufklärung und Beratung zu den Grundsätzen von guter Arbeit kann den negativen Folgen von prekärer Beschäftigung für den Arbeitsmarkt, für die Beschäftigten, für die Wirtschaft und auch für die Gesellschaft entgegenwirken. Gute Arbeitsbedingungen erleichtern Betrieben und Unternehmen die Arbeits- und Fachkräftegewinnung und eröffnen Beschäftigungschancen.

 

Vor diesem Hintergrund hat das Modellprojekt Joboption Berlin 2017 folgende Aufgaben:

  1. Breite Sensibilisierung für Risiken und Folgen prekär-atypischer Beschäftigung und Werben für das Potenzial prekär-atypisch Beschäftigter zur Gewinnung von Fachkräften.

  2. Darstellung von strukturellen Entwicklungen des Arbeitsmarktes, die prekär-atypische Beschäftigung fördern, dies am Beispiel des Berliner Gastgewerbes.

  3. Analyse und Beschreibung der Geschäftsmodelle der Gig-Economy in Berlin, Darstellung der Auswirkungen auf Beschäftigung und Branchen.

 

Das Projekt wird im Rahmen des Programms BerlinArbeit von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales durchgeführt und aus Mitteln des Landes Berlin gefördert.

Elemente des Projektes

Bezirkliche Netzwerke

Über die bezirklichen Netzwerke werden lokale arbeitsmarkt-politische Akteurinnen und Akteure informiert und sensibilisiert. Angesprochen werden u.a. das Management von Geschäftsstraßen, bezirkliche Netzwerkbündnisse von Unternehmen und die bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA). Thematisiert werden die Risiken prekär-atypischer Beschäftigung, die Potenziale zur Gewinnung von Fachkräften sowie Förderinstrumente zum Beschäftigungsausbau und zur Personalentwicklung.

Kampagne "Warum Minijob? Mach mehr draus!"

Die Kampagne "Warum Minijob? Mach mehr draus!" stellt die Bedeutung 'Guter Arbeit' in Berlin heraus, klärt über weit verbreitete Irrtümer in Bezug auf Minijobs auf und informiert über die Vorteile sozialver-sicherungspflichtiger Beschäftigung.

 

Wanderausstellung "Warum Minijob? Mach mehr draus!"

Die Wanderausstellung "Warum Minijob? Mach mehr draus!" will zu den weit verbreiteten Mythen und Fehlananahmen im Minijob aufklären. Gleichzeitig werden Angebote für Minijobberinnen und Minijobber sowie Unternehmen zur Umwandlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit bekannt gemacht.

Das Projekt wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.  

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