Joboption Berlin

 

Joboption Berlin ist ein von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördertes arbeitsmarktpolitisches Modellprojekt. Das Projekt wirbt für gute Arbeit und identifiziert Branchen-Strukturen, die prekär-atypische Beschäftigung fördern. Es zeigt Handlungsfelder zur Umsetzung guter Arbeit für unterschiedliche Akteurinnen und Akteure auf.

Der wachsende Berliner Arbeitsmarkt hat einen vergleichsweise hohen Anteil an atypischen Beschäftigungsver-hältnissen: Minijobs, Midi-Jobs, unfreiwillige Teilzeit, befristete Arbeitsverhältnisse und Leiharbeit mit niedriger Entlohnung.  Nicht nur unter den geringfügig Beschäftigten ist der Anteil derjenigen, die ergänzend Leistungen nach SGB II erhalten, in Berlin vergleichsweise hoch.

 

Gleichzeitig suchen Berliner Betriebe und Unternehmen mit wachsendem Aufwand – auch in Branchen mit einem hohen Anteil an prekärer Beschäftigung – nach Arbeits- bzw. Fachkräften.

 

Aufklärung und Beratung zu den Grundsätzen von guter Arbeit kann den negativen Folgen von prekärer Beschäftigung für den Arbeitsmarkt, für die Beschäftigten, für die Wirtschaft und auch für die Gesellschaft entgegenwirken. Gute Arbeitsbedingungen erleichtern Betrieben und Unternehmen die Arbeits- und Fachkräftegewinnung und eröffnen Beschäftigungschancen.

 

Vor diesem Hintergrund hat Joboption Berlin 2018 die folgenden Schwerpunkte:

  1. Die breite Sensibilisierung für Risiken und Folgen prekär-atypischer Beschäftigung und das Werben für Potenziale prekär-atypisch Beschäftigter zur Gewinnung von Fachkräften in den Berliner Bezirken        
       
    Es werden auf bezirklicher Ebene Netzwerke zur Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung initiiert und gepflegt.
    Darüber hinaus bietet das Projektteam von Joboption Berlin lokalen Interessengemeinschaften und Unternehmensvereinen Workshops und Vorträge an, die gute Arbeit als Wettbewerbsfaktor zur Fachkräftesicherung in den Mittelpunkt rücken und Wege zum Ausbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung aufzeigen.

 

  1. Die Untersuchung der Erwerbstrukturen und Lebenslagen Solo-Selbständiger          

    Berlin hat einen hohen Anteil an Solo-Selbstständigen mit unzureichender sozialer Absicherung. Daher werden Branchen identifiziert, in denen Solo-Selbstständige tätig sind, und die Lebenslagen und Erwerbsstrukturen der Solo-Selbstständigen untersucht.

 

  1. Die Initiierung eines landesweiten Netzwerkes zum Austausch zentraler arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischer Akteurinnen und Akteure über die nachhaltige Stärkung guter Arbeit in der Stadt.              
     
    Zentrale Berliner arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Akteurinnen und Akteure können einen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Berlin leisten. Dazu wird ein landesweites Netzwerk aus Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Senatsverwaltungen, Gewerkschaften, der Arbeitsagentur, der Wirtschaftsförderung, der IHK und HWK, der Innungen und weiterer Institutionen angeregt. Die Reflexion dieser Akteurinnen und Akteure zu guter Arbeit wird 2018 in zwei Workshops auf den Weg gebracht.

 

 

 

Joboption Berlin wird in strategischer Partnerschaft mit dem
Deutschen Gewerkschaftsbund durchgeführt.

Elemente des Projektes

Bezirkliche Netzwerke

Über die bezirklichen Netzwerke werden lokale arbeitsmarkt-politische Akteurinnen und Akteure informiert und sensibilisiert. Angesprochen werden u.a. das Management von Geschäftsstraßen, bezirkliche Netzwerkbündnisse von Unternehmen und die bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit (BBWA). Thematisiert werden die Risiken prekär-atypischer Beschäftigung, die Potenziale zur Gewinnung von Fachkräften sowie Förderinstrumente zum Beschäftigungsausbau und zur Personalentwicklung.

Kampagne "Warum Minijob? Mach mehr draus!"

Die Kampagne "Warum Minijob? Mach mehr draus!" stellt die Bedeutung 'Guter Arbeit' in Berlin heraus, klärt über weit verbreitete Irrtümer in Bezug auf Minijobs auf und informiert über die Vorteile sozialver-sicherungspflichtiger Beschäftigung.

 

Wanderausstellung "Warum Minijob? Mach mehr draus!"

Die Wanderausstellung "Warum Minijob? Mach mehr draus!" will zu den weit verbreiteten Mythen und Fehlananahmen im Minijob aufklären. Gleichzeitig werden Angebote für Minijobberinnen und Minijobber sowie Unternehmen zur Umwandlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit bekannt gemacht.

Das Projekt wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.  

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